KUH+DU

Für die Agrarminister bleibt die Kuh Nebensache

Kuh schaut in die KameraAuch in diesem Jahr stehen die problematischen Lebensbedingungen der 4,2 Millionen Milchkühe auf der Agrarministerkonferenz vom 29. bis 31. März 2017 in Hannover wieder nicht zur Diskussion. Ganzjährige Stallhaltung, nicht artgerechte Fütterung und frühzeitige Schlachtungen aufgrund verschiedener Erkrankungen sind Normalität in der deutschen Milchkuhhaltung, erfahren auf politischer Ebene aber keinerlei Beachtung.

Obwohl der Tierschutz seit nunmehr 15 Jahren im Grundgesetz verankert ist, existieren bis heute keine Mindeststandards speziell für die Haltung von Milchkühen. Der im Rahmen der KUH+DU Kampagne erstellte Verordnungsentwurf liegt seit langem vor und wurde bereits zahlreichen Tierschutz- und Agrarreferenten auf Bundes- und Landesebene vorgestellt. Auch eine Viertelmillion Bürger fordern mit uns gemeinsam mehr Tierschutz für Milchkühe. Nun ist es an der Zeit, dass sich die Agrarminister dazu positionieren. Die erste Agrarministerkonferenz in diesem Jahr wäre ein guter Anlass gewesen, gemeinsam über die Forderungen der Verbraucher und Tierschützer im Bereich der Milchkuhhaltung zu diskutieren.