KUH+DU

Ernährungsreport 2018: Verbraucher würden bessere Tierhaltung finanziell honorieren

Kuh schau aus kleinem StallfensterDas Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft (BMEL) hat zu Beginn des Jahres den Ernährungsreport 2018 vorgestellt. Befragt wurden dafür 1.000 Deutsche ab 14 Jahren. Ein Ergebnis: 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie höhere Preise für Lebensmittel bezahlen würden, wenn die Tiere besser gehalten würden, als es die Gesetze vorschreiben.

Hier möchten wir mit unserer KUH+DU Kampagne wieder darauf hinweisen, dass es für die Milchkühe in Deutschland jedoch nicht einmal eine eigene Haltungsverordnung gibt – das bedeutet, konkrete gesetzliche Mindestanforderungen speziell für Milchkühe sind nicht vorhanden. Landwirte dürfen Kühe noch immer ganzjährig im Stall anbinden, immer weniger Kühe kommen überhaupt auf die Weide, und die jahrelange Zucht auf Hochleistung hat die Tiere sehr anfällig für verschiedene Krankheiten gemacht. Somit hängt das Wohl der Kühe von der Gunst und dem Wissen des Halters sowie der Marktlage ab. Aus diesem Grund fordern wir mit unserer KUH+DU Kampagne von der Politik die Einführung einer Haltungsverordnung für Milchkühe, die z.B. Auslauf im Freien vorschreibt und die sich an den Bedürfnissen der Tiere orientiert. Doch außer Lippenbekenntnissen seitens der Politik hat sich bisher nichts getan.

Dabei wäre laut dem Ernährungsreport 2018 die große Mehrheit der Befragten dazu bereit, mehr Tierwohl auch finanziell zu honorieren. Ein weiteres Ergebnis des Reports: 41% der Befragten achten beim Einkauf auf vorhandene Siegel auf den Produkten. Daher eine Empfehlung von uns: Wer nicht länger auf die Politik warten möchten, kann sich beim Kauf von Milchprodukten an unserem Milchratgeber orientieren, in dem verschiedene Bio-Siegel vorgestellt und einige Haltungsvorgaben hinter den verschiedenen Milchmarken verglichen werrden.