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Agrarministerkonferenz: Gras in Sicht für die Milchkuh?

Kuh schaut in die KameraAnlässlich der bevorstehenden Agrarministerkonferenz vom 13. bis 15. April 2016 in Göhren-Lebbin kritisiert die Welttierschutzgesellschaft das Fehlen gesetzlicher Mindeststandards in der Milchkuhhaltung und weist in diesem Zusammenhang auf die problematischen Lebensbedingungen der 4,3 Millionen Milchkühe in Deutschland hin.

„Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Agrarminister auf ihrer Fachkonferenz über die Erweiterung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sprechen und die Milchkühe in den agrarpolitischen Fokus rücken“, äußert sich Dr. Leif Koch, Referent für politische Kommunikation der Welttierschutzgesellschaft.

Obwohl der Tierschutz seit dem Jahr 2002 im Grundgesetz verankert ist, gibt es bis heute keine gesetzliche Haltungsverordnung für Milchkühe, die tiergerechte Mindeststandards vorschreibt. Der Trend geht zur ganzjährigen Haltung im Stall und in der Fütterung spielt nicht artgerechtes Futter wie Mais, Soja und Raps eine immer größere Rolle. Jährlich scheidet jede dritte Milchkuh aus der Milchproduktion in Deutschland aus und wird frühzeitig geschlachtet – hauptsächlich verursacht durch Milchhochleistungen, nicht artgerechte Haltungsbedingungen und einem fehlerhaften Management.

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