KUH+DU

Interaktive Karte zur alternativen Kälberaufzucht

Unsere im Rahmen der KUH+DU Kampagne erstellte Hofliste zur mutter- und/oder ammengebundenen Kälberaufzucht haben wir nun auf einer interaktiven Karte eingezeichnet. Mit einem Klick können Verbraucher sehen, bei welchen nahe gelegenen Höfen man die Milch direkt im Hofladen oder auf Wochenmärkten kaufen kann. Manche liefern die Milch ausschließlich an Molkereien – hier wird die Milch leider nicht separat erfassen.

 

Wie funktioniert die Kälberaufzucht?

Damit eine Kuh kontinuierlich Milch gibt, muss sie jährlich ein Kalb gebären. Nach neun Monaten Trächtigkeit kommt dieses zur Welt und wird in der Regel noch am selben Tag von der Mutter getrennt. Mehrere Wochen lang wird es zunächst in einer Einzelbox gehalten, bevor es mit gleichaltrigen Kälbern in eine Gruppe kommt. Während das Kalb mit einem Milchaustauscher ernährt wird, wird die Kuh für den menschlichen Konsum gemolken.

Einige Höfe in Deutschland stellen sich gegen diese Praxis. Sie erlauben den Kälbern stattdessen, in den ersten Wochen nach der Geburt eingeschränkten oder uneingeschränkten Kontakt zur Mutter und/oder einer Amme zu haben und von dieser auch gesäugt zu werden. Lesen Sie in unseren Interviews mit Landwirten, wie die jeweilige alternative Aufzuchtform funktioniert:

>> Interview zur muttergebundenen Kälberaufzucht
>> Interview zur ammengebundenen Kälberaufzucht

Die ammen- oder muttergebundene Kälberaufzucht stellt eine tiergerechtere Alternative zur üblichen Aufzucht dar. Für kleinere Höfe bietet die alternative Kälberaufzucht eine neue Chance, wenn sie mit den großen Milchhöfen nicht mehr konkurrieren können. Landwirte, die sich für die praktische Umsetzung solcher alternativen Aufzuchtformen interessieren und aus erster Hand erfahren wollen, wie das abläuft und worauf man achten muss, können sich verschiedene TV-Beiträge zur mutter- und ammengebundenen Kälberaufzucht in unserer Mediathek ansehen.