KUH+DU

Wir geben der Milchkuh eine Stimme – sei dabei und demonstriere!

Demo-Aufruf

Zum vierten Mal in Folge machen sich Tausende von engagierten Menschen auf den Weg zum Kanzleramt, um eine global gerechte und ökologischere Landwirtschaft zu fordern. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!“ kann jeder an der Demo teilnehmen und für seine Interessen einstehen.

Das Thema der Demo ist dabei für jeden Einzelnen äußerst brisant, denn die Agrarindustrie provoziert mit dem Anbau von Monokulturen und Megaställen den Hunger auf der Welt. Kleinbauern werden arbeitslos, weil sie mit den Massenkonzernen am Markt nicht mehr konkurrieren können. Und auf unseren Tellern liegen mit Pestiziden oder Antibiotika behandelte und gentechnisch veränderte Lebensmittel. Nicht zu vergessen ist auch das Leid der Tiere, die in engen Ställen zusammengepfercht werden. Zu allem Überdruss wird diese sowohl sozial als auch ökologisch unverantwortliche Praxis von der EU finanziell unterstützt.

Deshalb nehmen Bauern, Imker und Gärtner, Tier- und Umweltschützer und viele andere den Auftakt der Internationalen Grünen Woche – der größten Landwirtschaftsmesse der Welt – zum Anlass, um in Berlin gegen diese Ungerechtigkeiten in der Agrarpolitik zu demonstrieren. Im letzten Jahr gingen anlässlich der „Wir haben es satt“-Demonstration rund 25.000 Menschen auf die Straße, um grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik zu fordern. Teils in kreativen Kostümen – als Huhn oder Bauer verkleidet – oder mit aussagekräftigen Schildern versehen, gab der breite Menschenstrom ein kunterbuntes Bild ab.

Auch viele Vereine und andere Organisationen nutzten die bekannte Groß-Demo, um ihren Anliegen eine Stimme zu verleihen. So hat es im Januar auch die Welttierschutzgesellschaft vor. Denn auch wir haben es satt und wollen dafür eintreten, dass Milchkühe wie Lebewesen und nicht wie Milchmaschinen behandelt werden. Im Gegensatz zu Schweinen und Hühnern gibt es nämlich so gut wie keine Vorgaben zur Milchkuhhaltung. Konkrete gesetzliche Regelungen sind aber wichtig, um das Wohl der Kühe sicherzustellen. So fordert die Welttierschutzgesellschaft z. B. ausreichend Auslauf im Freien für die Kühe und eine geringere Milchleistung. Denn durch den Einsatz von Kraftfutter und die Züchtung auf Höchstleistung ist die Milchleistung seit 1970 zwar um das Doppelte gestiegen. Dies hat aber auch zu mehr Erkrankungen und einer geringeren Lebenserwartung bei den Tieren geführt. Aufgrund solcher Missstände hat die Welttierschutzgesellschaft die Kampagne „KUH+DU“ ins Leben gerufen und setzt sich so für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Milchkühen ein.

Wer also auch möchte, dass es unseren Milchkühen besser geht, der soll sich der Demonstration anschließen. Das Kampagnen-Team von „KUH+DU“ freut sich über jeden Unterstützer!