KUH+DU

„Wir haben es satt“: 30.000 Menschen fordern nachhaltige Landwirtschaft

Am vergangenen Samstag sind in Berlin rund 30.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Agrarindustrie zu demonstrieren und ein Zeichen für nachhaltigeren Konsum zu setzen. Dabei stand auf der Liste der Kritikpunkte u.a. die industrielle Massentierhaltung. Auch Aktivisten der Welttierschutzgesellschaft (WTG) waren bei der Demonstration mit dabei und haben sich im Rahmen der KUH+DU-Kampagne für mehr Tierschutz in Kuhställen stark gemacht.

Vorausgegangen war der Demonstration eine Aussage des Präsidenten vom Deutschen Bauernverband, Joachim Rukwied, wonach es in Deutschland keine Massentierhaltung gebe. Die Welttierschutzgesellschaft wertet diese Aussage als ein klares Zeichen dafür, welch geringe Bedeutung die Agrarindustrie den Sorgen und Anliegen der Verbraucher beimisst. Der Deutsche Bauernverband versucht offensichtlich, mit kompromisslosen Absagen an eine Verbesserung der Situation die deutschen Verbraucher mundtot zu machen. Dass diese das jedoch nicht so ohne weiteres mit sich machen lassen, zeigt die stetig steigende Anzahl der Teilnehmer bei der inzwischen jährlich stattfindenden „Wir haben es satt“-Demonstration.

Auch die WTG hat bei der Demonstration mit Forderungen wie beispielsweise „Weidegang für Milchkühe“ oder „Weniger Milchleistung, mehr Gesundheit und Lebensqualität“ mitgemacht. Dass auch in der Milchviehwirtschaft der Wunsch nach ewigem Wachstum schon jetzt zulasten der Tiere geht, ist großen Teilen der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt. Deshalb will die WTG hierzu ein klares Zeichen setzen und sich auch bei künftigen Demonstrationen für Milchkühe einsetzen.