KUH+DU

Kühe sind Lebewesen und keine Milchmaschinen

Während im Fernsehen ein verbissener Kampf um die artgerechte Haltung von Schweinen, Hühnern und Puten geführt wird, sieht der Verbraucher „glückliche Kühe auf der Weide“ im Werbefernsehen und glaubt, der Kuh in Deutschland geht es gut. „Doch dem ist nicht so“, erklärt Leif Koch, Mitarbeiter der Welttierschutzgesellschaft in Berlin.

Der 31-jährige Politikwissenschaftler aus Hamburg promovierte über Greenpeace und kam durch sein Interesse an Tier- und Umweltschutzthemen zur Welttierschutzgesellschaft nach Berlin. Hier ist er für die politische Kommunikation der KUH+DU Kampagne verantwortlich.

Im Zuge der Kampagne KUH+DU sucht Koch verstärkt das Gespräch mit Regierungsbeamten, Bundes- und Landtagsabgeordneten, Vertretern von Molkereien und Bauernverbänden, Handelsketten und Landwirten sowie anderen Tierschutzorganisationen. Vor allem Parlamentarier aller Parteien seien offen für fundierte Diskussionen. „Sie stellen viele Fragen“, sagt Koch.

Auch mit den Interessenvertretungen der Milchproduzenten setzt sich Koch an einen Tisch und erklärt die Forderungen der Kampagne. „Wir versuchen, die Interessenverbände zu überzeugen, nicht immer nur auf den Gesetzesgeber zu warten, sondern selbst aktiv Vorschläge zur Beseitigung der Missstände in die Diskussion einzubringen“, erklärt Koch seinen Einsatz für die Milchkühe.