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Bundeslandwirtschaftsministerium reagiert auf Schlachtung trächtiger Kühe

Nachdem die Welttierschutzgesellschaft die Öffentlichkeit bereits Ende März auf die Schlachtung trächtiger Kühe hingewiesen hatte, gab das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nun bekannt, dass dies ein Tierschutzproblem sei und die Schlachtungen nicht nur in Einzelfällen vorkämen. Der Tod der Feten durch einen Mangel an Sauerstoff ist von Schmerzen und Leiden geprägt, führt das Ministerium in einer Pressemitteilung aus.

In einem ersten Schritt wurden alle Rinderhalter aufgefordert, möglichst keine trächtigen Tiere zu schlachten. Die Europäische Kommission wurde gebeten, die zahlreichen Schlachtungen tragender Kühe zu untersuchen und eine Lösung zu erarbeiten. Auch in Deutschland soll ein entsprechendes Forschungsprojekt angestoßen werden.

Im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird derzeit geprüft, ob ein nationales Verbot zur Schlachtung trächtiger Kühe ausgesprochen werden soll. Die Welttierschutzgesellschaft fordert ein solches Verbot. Die Schlachtung trächtiger Kühe führt zum langsamen Ersticken der noch ungeborenen Kälber und ist zu verbieten.