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TV-Beitrag: Auch tragende Milchkühe werden geschlachtet

Eine Kuh gibt nur Milch, nachdem sie ein Kalb geboren hat. Dazu wird sie jährlich – meistens künstlich – besamt. Ähnlich wie bei uns Menschen trägt die Kuh ihr Kalb neun Monate aus. Doch in der Milchviehhaltung werden die Kälber sofort oder wenige Stunden nach der Geburt von den Müttern getrennt. Den weiblichen Kälbern steht ein Leben als Milchkuh bevor, die männlichen kommen in die Mast. Die Kuh wird einige Woche nach der Geburt ihres Kalbes erneut besamt. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Was mit ungeborenen Kälbern während der Schlachtung passiert, thematisierte das NDR-Magazin Panorama am 25.03. eindrücklich in einem TV-Bericht über die Schlachtung tragender Kühe. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt insgesamt mehr als 1,2 Mio. Kühe geschlachtet. Dass gut zehn Prozent der Tiere zum Zeitpunkt der Schlachtung tragend sind, ist laut Tierarzt Rupert Ebner ein untragbarer Zustand. Ebner zufolge können die Feten aufgrund ihrer Lage im Mutterleib während der Schlachtung nicht betäubt werden und würden im Fruchtwasser ersticken. Das Tierschutzrecht bezieht ungeborene Tiere nicht mit ein.